Ewr Exzellenz haben es gesagt, in Ihrer Biographie: „So ist doch immer das Finale, daß der Mensch auf sich zurückgewiesen wird.“ Auch ich muß jetzt schmerzlich aufseufzen: „ich trete die Kelter allein!“ — Ich kann es nicht verhehlen, daß es mich sehr geschmerzt hat, so gar keine ernstliche Teilnahme, Rückwirkung, Erwiderung von Ihnen erhalten zu haben. Die Erfüllung meiner ersten Bitte hoffte ich viel zuversichtlicher, als ich mir merken lassen mochte: ich war der lebhaftesten Teilnahme gewiß. Diese sanguinischen Hoffnungen erblaßten allmählich: aber nach so langer Zeit, so vielen Schreiben, auch nicht einmal Ihre Meinung, Ihr Urteil zu erfahren, nichts, gar nichts als ein zögerndes Lob und ein leises Versagen des Beifalls, ohne Angabe von Gegengründen: das war mehr als ich fürchten, weniger als ich je hoffen konnte. read more …
Tag Archives: Das Höchste
Akt mit drei Löchern.
Persönlichkeitsbilder.
„Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, noch des, das im Wasser unter der Erde ist.“ (5. Mose 27.15)
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/5_mose/5/#1
In einem ersten Anlauf versuchte ich im Mai 2010 eine Formel für Persönlichkeitsbilder zu entwickeln. Es ging mir dabei nicht so sehr um präzise Darstellung von Einzelattributen, ich versuchte vielmehr ein Modell darzustellen in dem Kultur (Herkunft und Erlebnisraum), Erziehung, Bildung und persönliche Präferenzen und Interessen einer Person visuell dargestellt werden könnten, quasi als Scan der Persönlichkeit, der Seele, als Fingerabdruck der Anlagen und Weltaneignung. Allein bei dieser Aufzählung wird deutlich wie umfangreich so ein Modell werden müßte wenn alle Parameter in unterschiedlichsten Intensitäten und Ausformungen abgebildet werden sollten. read more …
Von Gräbern und Gruften
Ein kalter Sonntag mit verhangenem Sonnenschein im Januar. Es hatte den Abend zuvor geschneit und eine leichte Decke aus frischem Schnee lag über allem. Ich dachte, ein Spaziergang auf dem Friedhof in der Nähe ist sicherlich der richtige Rahmen, um die weiße Stille zu genießen. Doch ich bedachte nicht, daß es Sonntag war – ein Grund für viele, ihre Toten artig zu besuchen. Und als ich da war, sah die weiße Pracht auch nicht mehr frisch und unberührt aus. Dennoch tat die kalte Luft meinem Kopf gut.
subversive Filme.
Seit drei Minuten ist subvers.de auch auf YouTube zu sehen:
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In Freundschaft.
Es ist bald Weihnachten – ich bin genervt. Es ist die Zeit in der sich Leute beschenken, weil es Zeit ist für Geschenke. Wie es allen dabei geht, wie absurd Gefühle, das Drumherum, die Zooveranstaltung inzwischen ist, ist dabei komplett unerheblich.
»Tun wir’s wenigstens für die Kinder.« read more …
13 Stunden.
Ich hatte große Schwierigkeiten den Besucher zuzulassen, anzunehmen. Das Verdammtsein zum Nichtstun hinzunehmen, den Besetzungszustand mit guter Erziehung wegzulächeln. Das meiste würde vorherzusehen sein. Es müßten deutliche Kompromisse gemacht werden. Allein die Vorstellung davon stach mir Luft mit dem groben Messer ab. Es nahm mir Freiheit und Zeit zum Denken bevor alles gedacht werden konnte. Es wurde trotzdem gedacht. Und es wurde trotzdem gelacht.
Und dann kam der Tag als endlich gesprochen wurde. Es war eben nicht vorherzusehen und kam unaufhaltsam. read more …
Temperamentenlehre.
Nach Hippokrates von Kós gibt es die folgende Viersäftelehre, die Temperamente: Cholerisch (gelbe Galle), sanguinisch (Blut), melancholisch (schwarze Galle) und phlegmatisch (Schleim).
Nach einigen Betrachtungen zu diesem Thema, bin ich überzeugt dass jede lebendige Person alle Temperamente in sich vereint. Zum einen für alle möglichen Situationen/Stimmungen einen bestimmten Modus, ein vorherrschendes Motiv, eine Haupt-Überzeugung/Neigung. Zum anderen als Charakter, als Wesenszug. Etwas, das das Menscheninnere, die Persönlichkeit sogar rücksichtslos dominiert und andere Eindrücke und Schwingungen unterwirft und im Kontakt mit der Außenwelt sogar alle Protagonisten anderer Gesinnung vor Gott nicht ertragen kann. read more …
Wandelgang
Endlich schaffte ich es, mir am vergangenen Sonntag die Gärten der Welt anzusehen – das bedeutete für mich erstmal eine Tour quer durch Berlin von Steglitz bis zum Erholungspark Marzahn.
Die Gärten der Welt sind Themengärten, die 2000 mit der Eröffnung des Chinesischen Gartens ihren Anfang nahmen. Innerhalb von zehn Jahren kamen dann der Japanische, der Balinesische, der Koreanische und der Orientalische Garten hinzu. Alle Gärten haben gemeinsam, daß sie auf der Grundlage der jeweilig religiösen, traditionellen und kulturellen Gestaltungsprinzipien angelegt wurden. Jeder ist eine kleine Welt für sich – wie ein Besuch in einem anderen Land.
Sternenfaszination
Gestern sah ich eine Dokumentation über unsere Milchstraße.
Faszinierend!
