Wann immer ich mit Freundin X spreche, jammert sie. Über ihr Leben, ihre Situation, ihren Mann, ihr Umfeld, die Welt und sowieso alles.
Tag Archives: Scharfsehen
Ich kann nicht nachlassen.
Die Dinge, die ich formuliere, mit denen ich mich beschäftige, sind Luxusprobleme. Bei diesen Geschichten, um die es mir geht, über die ich mich austauschen möchte und die mir wichtig sind, handelt es sich ausschließlich um Probleme des Anspruchs, der im weiteren Lebensverlauf über kurz oder lang auf der Strecke bleibt, aufgegeben werden muß. read more …
Asche auf mein Haupt.
Ich hatte ja gestern den Film gesehen, den (vor-)letzten Angelopoulos-Film „Dust of Time“ („Trilogia II: I skoni tou hronou“, 2008). Habe dabei den Fehler gemacht, diesen zuerst in der deutschen Synchronisation mir zuzuführen um nach kürzester Zeit dann festzustellen, dass diese Synchronfassung unheimlich schlecht ist, unheimlich hölzern wirkt, also spröde und ungelenk und unglaubwürdig. Dazu Dialoge, die ablaufen wie überhaupt niemand in der Welt spricht.
Ich schaltete deshalb mitten im Film um — ich war schon genervt — auf die andere Sprachversion, nämlich Englisch oder eigentlich die internationale Version, in welcher der Film ursprünglich gedreht worden war. Es wurde nicht besser, denn ich stellte nur fest, dass die Sprache in den Hauptdialogen, neben vereinzelten Sentenzen, unheimlich flach war, unheimlich seicht war, wenig ausgefeilt, unausgereift. Die Sätze zusammenhanglos, belanglos, dahingesprochen. read more …
Doktorspiele
Was immer du bei dem Titel denkst und dir anfängst auszumalen – sei drauf gefasst, daß es nicht das ist und dann wieder doch und noch viel mehr.
A point of view. #2
Georg Büchner
Gestern jährte sich der Geburtstag von Georg Büchner zum 200. Male. Er wurde am 17. Oktober 1813 in Goddelau/Hessen geboren und starb bereits im Alter von 23 Jahren am 19. Februar 1837 an Typhus.
A point of view.#1
monolithic …
… that’s what I used to be.
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Vom Unglauben.
»Ich stehe auf einer Basis, die es nicht gibt. Und das weit zu lange.« All‘ meine Positionen sind unglaubwürdig. Ich gebe mir zuviel Mühe. Ich kritisiere. Gebe keine Ruhe. Bin nachdenklich. Ich will das beste Resultat, gehe auf den Grund ‒ ich kämpfe dafür. Ich meine auch noch was ich sage. Ich lebe auf Grundlage meiner Überzeugungen. Ekelhaft! Wer soll das Mitanhören oder Lesen?! Wer, verdammt?! read more …
Sonderwege.
Was ich immer gehaßt habe am Menschen, war die Betonung und Herausstellung augenscheinlicher Nichtswürdigkeiten. Das stumpfe und entsetzlich dumme Gerede um angebliche Sonderwege, angebliche Höchstleistungen und eingebildete Ausnahmeregeln und -erscheinungen, Besonderheiten, und die Zurschaustellung sogenannten Individualismus. Schon beim ersten Hinsehen war das Exponierte so ganz und gar vorhersehbar langweilig wie nur etwas. Die Sonderrolle gekünstelt, die Inszenierung ekelhaft, anmaßend und übertrieben. read more …