Erst das Leben – ohne richtige Vorbereitung. Niemand kann vermitteln, was für einen persönlich passend, richtig und wichtig ist. Vermittelt wird Allgemeingut und -wissen, das seine Berechtigung hat, aber für den Einzelnen nicht zwangsläufig funktioniert. Letztendlich alleingelassen mit dem was mit einem geschieht, kommt man dem Lebensende immer näher. Jenes kann schon weitaus früher eintreten, wie man weiß, aber es wird gerne verdrängt. Ebenso wie das „normale“ Lebensende, das allzu gerne außer Acht gelassen und in weite Ferne geschoben wird. read more …
Tag Archives: Berlin
Einfach. Persönlich. In Echtzeit.
Unlängst musste ich mir dezent-direkt sagen lassen, dass man mit mir mehr Kontakt hätte, wenn ich …
Vergänglichkeit
Wenn Jahr für Jahr im Frühling die Natur mit Macht erwacht und erblüht – ist dann alles in Ordnung?
Weißes Wissen
Es gibt nicht viel zu sagen. Es ist wie es ist.
Ohne Charme
Ein Oktobertag, der wie November daher kommt und seltsamste Empfindungen auslöst mit seiner trüben Sicht, seinem grauen Himmel und dem stetigen Regen, der nicht erfrischt sondern einem den kalten Schauer durch den Körper jagt. Schwer liegt der Mut, eigentlich mutlos, auf dem Gemüt.
Die Dinge des Alltags müssen dennoch gemacht werden und so begibt sich der Körper hinaus ins trostlose, triste Treiben der Stadt.
Report eines Selbsttests
Einer Anregung folgend startete ich am letzten Samstag einen Selbsttest: jeden Morgen auf nüchternem Magen einen Schnaps trinken. Soll Leib und Seele zusammenhalten …
Drei Kurven
Auf die Frage wie es mir geht, antwortete ich: In dieser Woche nicht so gut …
Daraufhin der Fragesteller: Hast du deinen Bio-Rhythmus schon gecheckt?
Das glaube ich nicht …
… ist der Lieblingsspruch aller Ungläubigen.
Der nützliche Idiot
Jahrzehntelang hatte der nützliche Idiot seinen Dienst vollbracht, aufopferungsvoll, pflichtbewußt, treu. Gleichzeitig naiv und blauäugig hoffend, daß es ihm eines Tages gedankt wird, anerkannt wird und sich bezahlt macht.
Asche auf mein Haupt.
Ich hatte ja gestern den Film gesehen, den (vor-)letzten Angelopoulos-Film „Dust of Time“ („Trilogia II: I skoni tou hronou“, 2008). Habe dabei den Fehler gemacht, diesen zuerst in der deutschen Synchronisation mir zuzuführen um nach kürzester Zeit dann festzustellen, dass diese Synchronfassung unheimlich schlecht ist, unheimlich hölzern wirkt, also spröde und ungelenk und unglaubwürdig. Dazu Dialoge, die ablaufen wie überhaupt niemand in der Welt spricht.
Ich schaltete deshalb mitten im Film um — ich war schon genervt — auf die andere Sprachversion, nämlich Englisch oder eigentlich die internationale Version, in welcher der Film ursprünglich gedreht worden war. Es wurde nicht besser, denn ich stellte nur fest, dass die Sprache in den Hauptdialogen, neben vereinzelten Sentenzen, unheimlich flach war, unheimlich seicht war, wenig ausgefeilt, unausgereift. Die Sätze zusammenhanglos, belanglos, dahingesprochen. read more …