Wenn Bielefelder …

… Werbeagenturen meinen Kopf implodieren lassen. Bielefelder Werbeagentur ist per se ein Anachronismus. Wie kann etwas existieren, dass vor Gott nicht bestehen kann? Keiner weiß es. Offenbar war der Kunde verpeilt genug, um dort anzufragen. Es kamen fünfzehn ungeschliffene bis lächerliche Entwürfe, die keines zweiten Blickes würdig waren. read more … →

Überfluß

Wir leben in einer Überflußgesellschaft.

Alles existiert im Überfluß: Lebensmittel, Autos, Häuser, Hühnerfarmen, Sexshops, Billigflüge, Niedriglohnarbeit… woanders Armut und Hunger und Elend.

Was uns zu viel wird, wird weggeworfen – egal ob noch verwertbar, genießbar oder nicht. Immer weg damit, wir haben ja genug davon.

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The things you do …

… im Vorbeigehen. Es wundert mich immer wieder, wie Menschen, denen ich das Vertrauen geschenkt habe noch an irgendetwas zweifeln können. Wir alle haben irgendeinen Vorzug – klar kann den nicht jeder sehen und anerkennen, aber es gibt Menschen da draußen, die sehen das. Unweigerlich. Natürlich ist mir auch das andere nicht fremd. Jedoch ist der Zauber viel größer, etwas zu sein, statt nur etwas zu scheinen. Plötzlich an irgendeiner Adresse in der Welt angenommen zu sein, trotz mißlicher B-Noten, die allerorten nur als Lustwurf durchgehen. Der Zauber liegt wahrhaftig im Erstabzug, in der Prägnanz, in der Tiefe des ersten Eindrucks und der nachfolgenden. Auf das was zu wechseln ist nach der ersten Nachfrage, wenn überhaupt eine zweite Nachfrage nur erwogen wird. read more … →

Daniela.

Heute traf ich Daniela. Ich weiß nicht genau wie oft schon – sie ist schüchtern. Ich sitze beim Kunden und Daniela kommt herein. Ich bin freundlich gestimmt, offenherzig. Daniela ist klapprig: 50 Kilo, 80 Jahre und hat keine Schneidezähne, also Durchzug. Seit ich beim neuen Kunden sitze lasse ich Leute herein, in Erwartung von Umsatz. Der Auftraggeber versucht sich umständlich im Abstandhalten, das Elend größter Verzweiflung ist ihm unangenehm und auch sonst anzusehen, obwohl er in seiner neuen Lederjacke komplett isoliert und gar nicht beteiligt ist. Offenbar sind ihm Menschen ohne Gucci-Klamotten und ohne iPhone peinlich. read more … →