Ohne Charme

Ein Oktobertag, der wie November daher kommt und seltsamste Empfindungen auslöst mit seiner trüben Sicht, seinem grauen Himmel und dem stetigen Regen, der nicht erfrischt sondern einem den kalten Schauer durch den Körper jagt. Schwer liegt der Mut, eigentlich mutlos, auf dem Gemüt.

Die Dinge des Alltags müssen dennoch gemacht werden und so begibt sich der Körper hinaus ins trostlose, triste Treiben der Stadt.

read more … →

Verlorene Seele

Ein langes Gespräch … bis in die Nacht … voll mit aufgewühlten Gedanken und Gefühlen.

Ist die Seele noch in einem menschlichen Körper, selbst wenn dieser nur noch die angeborenen Reflexe bedienen kann und wie eine Hülle erscheint?

read more … →

Quote of the day ›Glück ist ein schwierig Ding‹

„Das Glück ist ein schwierig Ding.
In uns finden wir es nur sehr schwer
und gar nicht außer uns.“

read more … →

Im Fallen ein Fenster anzünden.

Ich habe einiges gelesen. Doch immer zuwenig von dem was mich betraf. Habe Bücher weggelegt, weil sie aus Unsinn und unehrenhaft entstanden sind, und die Autoren nicht leugnen konnten, aus Überdruß, aus Langeweile und von allem unbeteiligt und undurchdrungen ihre Werke zur Welt gepreßt zu haben.

Dann gab es andere, die mühelos ihr Feuer in meinem Kopf entfachen konnten, die in mir die Lunte gelegt haben. Die mir Gewißheit verschafft haben, die auf meiner Seite waren, mich bestärkt und mich vergewissert haben, der Dinge, die ohnehin offen angelegt und klar, aber nur zu selten zu sehen sind für Menschen, für solche, die verstehen können, solche, die nicht vernagelt, die nicht umnebelt sind. Bei klarem Verstand und empfänglich sind. read more … →

Quote of the day ›Götzendiener des eigenen Ich‹

»Eigenliebe ist die Liebe zu sich selbst und die eigennützige Liebe zu allem anderen; sie macht die Menschen zu Götzendienern des eigenen Ich und würde sie zu Tyrannen der anderen machen, wenn ihnen das Schicksal dazu die Möglichkeit böte. read more … →

Quote of the day ›die Ehre, unglücklich zu sein‹

»Wer Würde zu haben glaubt, rechnet es sich zur Ehre an, unglücklich zu sein, read more … →

Dresden, den 7.2.1816

Ewr Exzellenz haben es gesagt, in Ihrer Biographie: „So ist doch immer das Finale, daß der Mensch auf sich zurückgewiesen wird.“ Auch ich muß jetzt schmerzlich aufseufzen: „ich trete die Kelter allein!“ — Ich kann es nicht verhehlen, daß es mich sehr geschmerzt hat, so gar keine ernstliche Teilnahme, Rückwirkung, Erwiderung von Ihnen erhalten zu haben. Die Erfüllung meiner ersten Bitte hoffte ich viel zuversichtlicher, als ich mir merken lassen mochte: ich war der lebhaftesten Teilnahme gewiß. Diese sanguinischen Hoffnungen erblaßten allmählich: aber nach so langer Zeit, so vielen Schreiben, auch nicht einmal Ihre Meinung, Ihr Urteil zu erfahren, nichts, gar nichts als ein zögerndes Lob und ein leises Versagen des Beifalls, ohne Angabe von Gegengründen: das war mehr als ich fürchten, weniger als ich je hoffen konnte. read more … →