Angeregt durch Scans alter Jugendbilder, die ChrisK. mir schickte, erinnerte ich mich an drei Diakästen, die ich beim letzten Besuch meines Vater mitnahm. Alle Fotos entstanden als ich zwischen elf und siebzehn Jahre alt war. Hauptsächlich Familienbilder von Geburtstagen, Weihnachten, Sylvester, Konfirmation … und die Urlaubsbilder natürlich.
Tag Archives: Sein
H I O B – ich grüße Dich
Von allen Fronten hagelt es Hiobsbotschaften herein. Kaum ein Tag oder eine Woche, wo keine schlechten Nachrichten eintrudeln. Gute ohnehin nicht, die gibt es anscheinend nicht mehr oder die sagt man mir nicht.
Spiel mit der Wahrheit.
Wahrheiten sind unbequem. Sind fremd. Am Ende immer nur Dein persönlicher, subjektiver Eindruck. Sind etwas, das hier jedenfalls nicht hingehört.
Etwas, das den schönen Frieden stört. Etwas, das niemals ausgesprochen werden darf. Jedenfalls nicht laut. Und niemals offen. read more …
[ Freiheit. ]
Die Freiheit, die wir haben,
besteht lediglich darin,
unser Leben auf die eine
oder die andere Art
zu vergeuden. read more …
Die zerbissene Hand …
als Adelsprädikat. Man hat es zugegebenermaßen nur noch mit Untoten, mit Kommunikationsidioten zu tun. Eins und eins sind fünf plus X. Abzüglich dem Rest, der nichts mehr taugt, nur noch mitgeschleppt werden muß wegen besinnungslosen Geschlechterverkehrs aus früherer Zeit oder wegen Spielschulden, die immer auch Ehrenschulden sind, oder die Gene dieselben, aus inzestuösen Verbindungen im Alkoholrausch.
Wir hängen rum mit Idioten. Mit denen, die gerade noch stillhalten, die in Anbetracht unserer Existenz auf dem Fleck gestorben oder denen, die trotz aller Degeneration noch latent aufnahmefähig und an Beschallung noch diffus interessiert sind.
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Von Gräbern und Gruften
Ein kalter Sonntag mit verhangenem Sonnenschein im Januar. Es hatte den Abend zuvor geschneit und eine leichte Decke aus frischem Schnee lag über allem. Ich dachte, ein Spaziergang auf dem Friedhof in der Nähe ist sicherlich der richtige Rahmen, um die weiße Stille zu genießen. Doch ich bedachte nicht, daß es Sonntag war – ein Grund für viele, ihre Toten artig zu besuchen. Und als ich da war, sah die weiße Pracht auch nicht mehr frisch und unberührt aus. Dennoch tat die kalte Luft meinem Kopf gut.
subversive Filme.
Seit drei Minuten ist subvers.de auch auf YouTube zu sehen:
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Objektiv vs. Subjektiv
Als ich mich vor einigen Tagen in einem Video sah, das ein Freund von uns während eines Gesprächs gemacht hatte, war mir als schaue ich einer Fremden zu. Zugegeben gibt es sonst kaum Filmaufnahmen von mir, außer wenige Super8 Filmchen aus der Kindheit. Es ist lange her und die existieren wohl auch nicht mehr. Das hatte eher was von: als die Bilder laufen lernten – wenn der Vati die tolle neue Kamera ausprobiert…
Wenn ich dem Telefon …
… mein Leben beschreibe. Es ist soweit: ich rede mit mir selbst. Mangels ernstzunehmenden Gesprächspartnern rede ich mit mir selbst – ich will jemand der mir etwas sagen kann, dessen Wort Gewicht hat. Dessen Wort ich stehenlassen, ich ertragen kann, in jedem Aggregatzustand, zu jeder Unpäßlichkeit. Jemand, der kein Blatt vor den Mund nimmt, jemand, der mich nicht unnötig zu trösten versucht. Jemand, der meine verschissene Sprache spricht. Jemand, der nicht doof reinsabbelt, in den Quelltext. Wenigstens jemand, der keine Scheißideen hat wenn ich rede, die augenblicklich soviel größer sein wollen als alles was ich sagen, alles was ich ausdrücken kann. read more …
Daniela.
Heute traf ich Daniela. Ich weiß nicht genau wie oft schon – sie ist schüchtern. Ich sitze beim Kunden und Daniela kommt herein. Ich bin freundlich gestimmt, offenherzig. Daniela ist klapprig: 50 Kilo, 80 Jahre und hat keine Schneidezähne, also Durchzug. Seit ich beim neuen Kunden sitze lasse ich Leute herein, in Erwartung von Umsatz. Der Auftraggeber versucht sich umständlich im Abstandhalten, das Elend größter Verzweiflung ist ihm unangenehm und auch sonst anzusehen, obwohl er in seiner neuen Lederjacke komplett isoliert und gar nicht beteiligt ist. Offenbar sind ihm Menschen ohne Gucci-Klamotten und ohne iPhone peinlich. read more …
