Die Ausstellung »Baumeister der Revolution« im Martin-Gropiusbau in Berlin zeigt anhand von vielen Fotos und Textinformationen die kurze Schaffensperiode der russischen Avantgarde in der Architektur. Sie entstand nach der Oktober Revolution 1917 und dauerte bis 1935. Also nur wenige Jahre relativ freien architektonischen Gestaltens, bevor dies einer politisch forcierten, monumentalen Baukunst weichen musste. In dieser innovativen Architektur verkörperten die Architekten den Optimismus und die Energie jener Zeit des Umbruchs.
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Akt mit drei Löchern.
Einsamkeit
Während eines Telefonats mit Herrn K. vor einigen Tagen sprachen wir über den Film »Requiem for a dream«, den ich mir kürzlich erst vollständig ansah. Beim ersten Mal war er mir zu heftig, ich mußte abbrechen, denn es geht an die Substanz. Doch an dem Abend als ich den Film komplett ansah, war es perfekt: Ich fühlte mich einsam und mir war bewußt, daß dieser Film mein Gefühl nicht zukleistern oder übertünchen würde. Was er auch nicht tat und dafür bin ich ihm dankbar.
Die Bilder, die Geschichten, bewegten mich sehr und ich heulte Rotz und Wasser. Als Quintessenz kam für mich die unendliche Einsamkeit der Menschen, des Menschseins, rüber. Für kurze Augenblicke kann jemand diese Einsamkeit überwinden, wenn er einen Traum hat und diesen mit anderen teilen kann. Aber in der Filmgeschichte werden, wie im Leben, Träume begraben und übrig bleiben lebende Tote, deren Einsamkeit einem beim Zusehen durch Mark und Bein geht.
Urbanes Leben
Mitten in Berlin. Auf dem Tempelhofer Feld, dem riesigen Areal des ehemaligen Flughafens Tempelhof, das nach der Schließung mit viel HickHack erst Monate später der Öffentlichkeit feierlich zur Nutzung übergeben wurde. Freilich einer kontrollierten Benutzung, welcher mit Sonnenuntergang der Garaus gemacht wird.
Heute, bei wunderschönstem Sonnenwetter, bin ich nach einigen Monaten mal wieder dagewesen. Und war überrascht, was sich dort inzwischen getan hat.
subversive Filme.
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T A N G O
Es war die Feier des 50. Geburtstages eines Bekannten – mit vielen geladenen Gästen – die in der Floating Lounge eines Hostelbootes, welches an der Oberbaumbrücke in der Spree vor Anker liegt, gefeiert wurde. Normalerweise mieten sich da die jungen Touristen ein – eine witzige Idee. Die Lounge kann für Veranstaltungen gemietet werden.
Es war eine gemischte Gesellschaft – etliche kannten sich, die meisten nicht. Bei schöner Hintergrundmusik, die ein DJ mit Vinylscheiben auflegte, ließ es sich ungezwungen und nett plaudern, nebenher auch essen.
Wandelgang
Endlich schaffte ich es, mir am vergangenen Sonntag die Gärten der Welt anzusehen – das bedeutete für mich erstmal eine Tour quer durch Berlin von Steglitz bis zum Erholungspark Marzahn.
Die Gärten der Welt sind Themengärten, die 2000 mit der Eröffnung des Chinesischen Gartens ihren Anfang nahmen. Innerhalb von zehn Jahren kamen dann der Japanische, der Balinesische, der Koreanische und der Orientalische Garten hinzu. Alle Gärten haben gemeinsam, daß sie auf der Grundlage der jeweilig religiösen, traditionellen und kulturellen Gestaltungsprinzipien angelegt wurden. Jeder ist eine kleine Welt für sich – wie ein Besuch in einem anderen Land.
Objektiv vs. Subjektiv
Als ich mich vor einigen Tagen in einem Video sah, das ein Freund von uns während eines Gesprächs gemacht hatte, war mir als schaue ich einer Fremden zu. Zugegeben gibt es sonst kaum Filmaufnahmen von mir, außer wenige Super8 Filmchen aus der Kindheit. Es ist lange her und die existieren wohl auch nicht mehr. Das hatte eher was von: als die Bilder laufen lernten – wenn der Vati die tolle neue Kamera ausprobiert…
Wenn ich dem Telefon …
… mein Leben beschreibe. Es ist soweit: ich rede mit mir selbst. Mangels ernstzunehmenden Gesprächspartnern rede ich mit mir selbst – ich will jemand der mir etwas sagen kann, dessen Wort Gewicht hat. Dessen Wort ich stehenlassen, ich ertragen kann, in jedem Aggregatzustand, zu jeder Unpäßlichkeit. Jemand, der kein Blatt vor den Mund nimmt, jemand, der mich nicht unnötig zu trösten versucht. Jemand, der meine verschissene Sprache spricht. Jemand, der nicht doof reinsabbelt, in den Quelltext. Wenigstens jemand, der keine Scheißideen hat wenn ich rede, die augenblicklich soviel größer sein wollen als alles was ich sagen, alles was ich ausdrücken kann. read more …
Wenn Bielefelder …
… Werbeagenturen meinen Kopf implodieren lassen. Bielefelder Werbeagentur ist per se ein Anachronismus. Wie kann etwas existieren, dass vor Gott nicht bestehen kann? Keiner weiß es. Offenbar war der Kunde verpeilt genug, um dort anzufragen. Es kamen fünfzehn ungeschliffene bis lächerliche Entwürfe, die keines zweiten Blickes würdig waren. read more …
