Partnerglück.

I.

Jetzt am Wochenende bin ich auf Abstand gegangen. Habe mir ein paar Sachen durchdacht, und natürlich auch ein paar Aufzeichnungen gemacht. Es gibt natürlich Wege, die sie in meine Richtung jetzt unternimmt, aber natürlich leider nur unbedeutende Wege. Also eigentlich nichts von dem was ich mir wünschen oder was ich jetzt als Weg in meine Richtung tatsächlich, ernstlich annehmen könnte. Mit vielleicht einer persönlichen Entschuldigung, vielleicht nochmal einem Versuch, die Sache von ihrer Seite zu lösen oder vielleicht um Verständnis für ihre Standpunkte zu werben. read more … →

[ Freiheit. ]

Die Freiheit, die wir haben,
besteht lediglich darin,
unser Leben auf die eine
oder die andere Art
zu vergeuden. read more … →

Sucher

Am letzten Samstag war ich auf der Tangonale, dem Sommerfest der Tangokunst, das auf dem Gelände der Ufa-Fabrik in Berlin stattfand. Früher wurden hier Filme produziert. 1979 entstand der Vorläufer zum jetzigen Kulturzentrum, einem kleinen eigenen Universum auf mehr als 18.000 Quadratmetern, das einzigartig in Europa ist. Eine Begegnungsstätte für kulturelle Veranstaltungen, Workshops, Kunst, Events sowie einem Café, einer Bio-Bäckerei, einem Naturkostladen und vielem mehr. Ein wunderbarer Treffpunkt in Tempelhof in der Nähe zum Tempelhofer Hafen.

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Treffen mit Herrn E.

Ihm war letztes Jahr die Frau gestorben, kaum sechzig Jahre alt. Was natürlich eine Riesentragödie war. Leukämie. Und in den letzten Lebensmonaten endete sie auch noch als Versuchskaninchen, indem man ihr irgendwelche Substanzen spritzte, die toxisch, hochaggressiv und kaum erprobt waren. Die sie binnen kürzester Zeit zersetzten und dazu führten, dass zum Beispiel ihr Gesicht ganz verfiel und dass sie aus Scham und Ohnmacht eine Maske in der Öffentlichkeit trug.

Wenn man sich überhaupt dazu in der Lage fühlte und sich mit ihr unterhielt, ahnte man natürlich das Ausmaß der Katastrophe, trotz oder gerade wegen der Maske. Und das tat einem so entsetzlich leid, eben so gar nichts machen zu können, nichtmal einen Trost aussprechen, nein, nur hervorbringen zu können, da man ihr bei diesen Begegnungen schon zu nahe trat. read more … →

Ausstellungsbesuch

Die Ausstellung »Baumeister der Revolution« im Martin-Gropiusbau in Berlin zeigt anhand von vielen Fotos und Textinformationen die kurze Schaffensperiode der russischen Avantgarde in der Architektur. Sie entstand nach der Oktober Revolution 1917 und dauerte bis 1935. Also nur wenige Jahre relativ freien architektonischen Gestaltens, bevor dies einer politisch forcierten, monumentalen Baukunst weichen musste. In dieser innovativen Architektur verkörperten die Architekten den Optimismus und die Energie jener Zeit des Umbruchs.

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Dresden, den 7.2.1816

Ewr Exzellenz haben es gesagt, in Ihrer Biographie: „So ist doch immer das Finale, daß der Mensch auf sich zurückgewiesen wird.“ Auch ich muß jetzt schmerzlich aufseufzen: „ich trete die Kelter allein!“ — Ich kann es nicht verhehlen, daß es mich sehr geschmerzt hat, so gar keine ernstliche Teilnahme, Rückwirkung, Erwiderung von Ihnen erhalten zu haben. Die Erfüllung meiner ersten Bitte hoffte ich viel zuversichtlicher, als ich mir merken lassen mochte: ich war der lebhaftesten Teilnahme gewiß. Diese sanguinischen Hoffnungen erblaßten allmählich: aber nach so langer Zeit, so vielen Schreiben, auch nicht einmal Ihre Meinung, Ihr Urteil zu erfahren, nichts, gar nichts als ein zögerndes Lob und ein leises Versagen des Beifalls, ohne Angabe von Gegengründen: das war mehr als ich fürchten, weniger als ich je hoffen konnte. read more … →

Aufgeschnappt

Heute an der Supermarktkasse: Vor mir ein sehr alter weißhaariger Mann, schmächtig, etwas klapperig, im sommerlichen Outfit, der seinen Einkauf fein säuberlich in den Wagen zurücklegte nachdem die Ware durch den Scanner gezogen war und dann etwas mühsam sein Portemonnaie in der zugeknöpften, seitlichen Tasche seiner Cargohose suchte. Das dauerte ein wenig, weil alle Bewegungen bei dem alten Herrn etwas langsamer gingen. 
Dies störte mich nicht, ich hatte Zeit und schaute ihn mir genauer an. Ich hatte meine Freude an ihm und sinierte über das Alter…

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Die zerbissene Hand …

als Adelsprädikat. Man hat es zugegebenermaßen nur noch mit Untoten, mit Kommunikationsidioten zu tun. Eins und eins sind fünf plus X. Abzüglich dem Rest, der nichts mehr taugt, nur noch mitgeschleppt werden muß wegen besinnungslosen Geschlechterverkehrs aus früherer Zeit oder wegen Spielschulden, die immer auch Ehrenschulden sind, oder die Gene dieselben, aus inzestuösen Verbindungen im Alkoholrausch.

Wir hängen rum mit Idioten. Mit denen, die gerade noch stillhalten, die in Anbetracht unserer Existenz auf dem Fleck gestorben oder denen, die trotz aller Degeneration noch latent aufnahmefähig und an Beschallung noch diffus interessiert sind.
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