»Akt mit drei Löchern.«
Skizze / sketch
I’m proud to present the video I made in the last weeks with footage from my vacation to the Baltic Sea in March 2011. In the process of reviewing and sorting the scenes it was getting clear that Ólafur Arnalds‘ music from the album »Found Songs« works best with the film and also for the mood that I was in these days.
Thanks for watching!
Chris K.
Music: Ólafur Arnalds »Found Songs«
© 2009 — Erased Tapes Records
www.erasedtapes.com
Due to Ólafurs regulations [ http://olafurarnalds.com/contact/ ] I confirm that my video is not commercial and will I not distribute it, no public performance, no nothing.
Während eines Telefonats mit Herrn K. vor einigen Tagen sprachen wir über den Film »Requiem for a dream«, den ich mir kürzlich erst vollständig ansah. Beim ersten Mal war er mir zu heftig, ich mußte abbrechen, denn es geht an die Substanz. Doch an dem Abend als ich den Film komplett ansah, war es perfekt: Ich fühlte mich einsam und mir war bewußt, daß dieser Film mein Gefühl nicht zukleistern oder übertünchen würde. Was er auch nicht tat und dafür bin ich ihm dankbar.
Die Bilder, die Geschichten, bewegten mich sehr und ich heulte Rotz und Wasser. Als Quintessenz kam für mich die unendliche Einsamkeit der Menschen, des Menschseins, rüber. Für kurze Augenblicke kann jemand diese Einsamkeit überwinden, wenn er einen Traum hat und diesen mit anderen teilen kann. Aber in der Filmgeschichte werden, wie im Leben, Träume begraben und übrig bleiben lebende Tote, deren Einsamkeit einem beim Zusehen durch Mark und Bein geht.
„Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, noch des, das im Wasser unter der Erde ist.“ (5. Mose 27.15)
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/5_mose/5/#1
In einem ersten Anlauf versuchte ich im Mai 2010 eine Formel für Persönlichkeitsbilder zu entwickeln. Es ging mir dabei nicht so sehr um präzise Darstellung von Einzelattributen, ich versuchte vielmehr ein Modell darzustellen in dem Kultur (Herkunft und Erlebnisraum), Erziehung, Bildung und persönliche Präferenzen und Interessen einer Person visuell dargestellt werden könnten, quasi als Scan der Persönlichkeit, der Seele, als Fingerabdruck der Anlagen und Weltaneignung. Allein bei dieser Aufzählung wird deutlich wie umfangreich so ein Modell werden müßte wenn alle Parameter in unterschiedlichsten Intensitäten und Ausformungen abgebildet werden sollten. read more …
Ich war letzten Montag bei P. Ich hatte ihn kurz angerufen und bin dann vorbeigefahren weil er Zeit hatte und ich ein Auto. In unserem Gespräch schleuderte er mir einen Satz an den Kopf, der nachwirkt. Jetzt gerade. „Nimm‘ Dich nicht so wichtig!“, schlug er mir entgegen.

I’m seeking for you and reaching for you: „Ghostdog“ aka „Paul Larkin“ from London and „BloodSoakedWarrior“ aka „bloodthirstywerewolf“ aka „Daniel Kontreras“ from Texas, also „K.Lachnikov“, aka „Kala“ aka David from Berlin, „KT“ Kampftrupp Clan. read more …
Kennt ihr dieses langsam kriechende Gefühl, das sich allmählich von den Zehenspitzen herauf seinen Weg bahnt, den gesamten Körper erfassend? Eine eisige Kälte…
„Die Bäume, die sich schmiegen, stehn an ihren Zweigen unversehrt,
und die sich sträuben, kommen samt der Wurzel um.“
Haimon in »Antigone« — Sophokles
Genervt von Zivilisation! Wahrscheinlich ist das Fernsehen schuld. Dieser Film, in dem alle Schauspieler ausnahmslos verpeilt und blöde waren. In dem auch alle Handlungen vorhersehbar waren, also dass man genauestens wußte, was im nächsten Augenblick an völlig konstruiertem Irrsinn passiert, z.B. wenn Leute in Lebensgefahr erst anfangen zu diskutieren, oder sich ihre Liebe zu gestehen, oder sich zu irgendwelchen obskuren Traumdeutungen hinreißen lassen. Es ist jedem klar, dass im nächsten Augenblick etwas ganz unbeschreibliches passiert – außer den Schauspielern. Unter Zuhilfnahme sämtlicher kinematografischer Kniffe, aufwendigster Technik und vielfach ausgezeichneter Expertise des Regisseurs wird leider nur völlig vorhersehbare Scheiße erzeugt. read more …
Beim Durchsehen alten Schreibkrams fielen mir heute ein paar handgeschriebene Seiten in die Hand, von denen ich nicht mal mehr wußte, daß sie noch existieren. Auch den Inhalt hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Es ist so lange her…
Das überraschende daran ist, daß ich in diesem Text von 1972 über Dinge fabuliere, die mich vierzig Jahre später immer noch beschäftigen: Dunkelheit, Licht, Leere, Wahrheit, Realität vs. Irrationalität, Nähe, Mitmenschen, Freunde, Zeit…
Obwohl es kein besonders prosaischer Text ist, möchte ich ihn als Zeitdokument hier dennoch festhalten.