[ Freiheit. ]

Die Freiheit, die wir haben,
besteht lediglich darin,
unser Leben auf die eine
oder die andere Art
zu vergeuden. read more … →

Treffen mit Herrn E.

Ihm war letztes Jahr die Frau gestorben, kaum sechzig Jahre alt. Was natürlich eine Riesentragödie war. Leukämie. Und in den letzten Lebensmonaten endete sie auch noch als Versuchskaninchen, indem man ihr irgendwelche Substanzen spritzte, die toxisch, hochaggressiv und kaum erprobt waren. Die sie binnen kürzester Zeit zersetzten und dazu führten, dass zum Beispiel ihr Gesicht ganz verfiel und dass sie aus Scham und Ohnmacht eine Maske in der Öffentlichkeit trug.

Wenn man sich überhaupt dazu in der Lage fühlte und sich mit ihr unterhielt, ahnte man natürlich das Ausmaß der Katastrophe, trotz oder gerade wegen der Maske. Und das tat einem so entsetzlich leid, eben so gar nichts machen zu können, nichtmal einen Trost aussprechen, nein, nur hervorbringen zu können, da man ihr bei diesen Begegnungen schon zu nahe trat. read more … →

Dresden, den 7.2.1816

Ewr Exzellenz haben es gesagt, in Ihrer Biographie: „So ist doch immer das Finale, daß der Mensch auf sich zurückgewiesen wird.“ Auch ich muß jetzt schmerzlich aufseufzen: „ich trete die Kelter allein!“ — Ich kann es nicht verhehlen, daß es mich sehr geschmerzt hat, so gar keine ernstliche Teilnahme, Rückwirkung, Erwiderung von Ihnen erhalten zu haben. Die Erfüllung meiner ersten Bitte hoffte ich viel zuversichtlicher, als ich mir merken lassen mochte: ich war der lebhaftesten Teilnahme gewiß. Diese sanguinischen Hoffnungen erblaßten allmählich: aber nach so langer Zeit, so vielen Schreiben, auch nicht einmal Ihre Meinung, Ihr Urteil zu erfahren, nichts, gar nichts als ein zögerndes Lob und ein leises Versagen des Beifalls, ohne Angabe von Gegengründen: das war mehr als ich fürchten, weniger als ich je hoffen konnte. read more … →

Die zerbissene Hand …

als Adelsprädikat. Man hat es zugegebenermaßen nur noch mit Untoten, mit Kommunikationsidioten zu tun. Eins und eins sind fünf plus X. Abzüglich dem Rest, der nichts mehr taugt, nur noch mitgeschleppt werden muß wegen besinnungslosen Geschlechterverkehrs aus früherer Zeit oder wegen Spielschulden, die immer auch Ehrenschulden sind, oder die Gene dieselben, aus inzestuösen Verbindungen im Alkoholrausch.

Wir hängen rum mit Idioten. Mit denen, die gerade noch stillhalten, die in Anbetracht unserer Existenz auf dem Fleck gestorben oder denen, die trotz aller Degeneration noch latent aufnahmefähig und an Beschallung noch diffus interessiert sind.
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Persönlichkeitsbilder.

„Du sollst dir kein Bildnis machen, keinerlei Gleichnis, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, noch des, das im Wasser unter der Erde ist.“ (5. Mose 27.15)
http://www.bibel-online.net/buch/luther_1912/5_mose/5/#1

In einem ersten Anlauf versuchte ich im Mai 2010 eine Formel für Persönlichkeitsbilder zu entwickeln. Es ging mir dabei nicht so sehr um präzise Darstellung von Einzelattributen, ich versuchte vielmehr ein Modell darzustellen in dem Kultur (Herkunft und Erlebnisraum), Erziehung, Bildung und persönliche Präferenzen und Interessen einer Person visuell dargestellt werden könnten, quasi als Scan der Persönlichkeit, der Seele, als Fingerabdruck der Anlagen und Weltaneignung. Allein bei dieser Aufzählung wird deutlich wie umfangreich so ein Modell werden müßte wenn alle Parameter in unterschiedlichsten Intensitäten und Ausformungen abgebildet werden sollten. read more … →

Namen und Zahlen.

Ich war letzten Montag bei P. Ich hatte ihn kurz angerufen und bin dann vorbeigefahren weil er Zeit hatte und ich ein Auto. In unserem Gespräch schleuderte er mir einen Satz an den Kopf, der nachwirkt. Jetzt gerade. „Nimm‘ Dich nicht so wichtig!“, schlug er mir entgegen.

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subversive Filme.

Seit drei Minuten ist subvers.de auch auf YouTube zu sehen:
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In Freundschaft.

Es ist bald Weihnachten – ich bin genervt. Es ist die Zeit in der sich Leute beschenken, weil es Zeit ist für Geschenke. Wie es allen dabei geht, wie absurd Gefühle, das Drumherum, die Zooveranstaltung inzwischen ist, ist dabei komplett unerheblich.

»Tun wir’s wenigstens für die Kinder.« read more … →

13 Stunden.

Ich hatte große Schwierigkeiten den Besucher zuzulassen, anzunehmen. Das Verdammtsein zum Nichtstun hinzunehmen, den Besetzungszustand mit guter Erziehung wegzulächeln. Das meiste würde vorherzusehen sein. Es müßten deutliche Kompromisse gemacht werden. Allein die Vorstellung davon stach mir Luft mit dem groben Messer ab. Es nahm mir Freiheit und Zeit zum Denken bevor alles gedacht werden konnte. Es wurde trotzdem gedacht. Und es wurde trotzdem gelacht.

Und dann kam der Tag als endlich gesprochen wurde. Es war eben nicht vorherzusehen und kam unaufhaltsam. read more … →