Kennt ihr dieses langsam kriechende Gefühl, das sich allmählich von den Zehenspitzen herauf seinen Weg bahnt, den gesamten Körper erfassend? Eine eisige Kälte…
Category Archives: lyrics | Prosa
Quote of the day ›Sträub Dich, und Du kommst um‹
„Die Bäume, die sich schmiegen, stehn an ihren Zweigen unversehrt,
und die sich sträuben, kommen samt der Wurzel um.“
Haimon in »Antigone« — Sophokles
Ich glotz‘ TV.
Genervt von Zivilisation! Wahrscheinlich ist das Fernsehen schuld. Dieser Film, in dem alle Schauspieler ausnahmslos verpeilt und blöde waren. In dem auch alle Handlungen vorhersehbar waren, also dass man genauestens wußte, was im nächsten Augenblick an völlig konstruiertem Irrsinn passiert, z.B. wenn Leute in Lebensgefahr erst anfangen zu diskutieren, oder sich ihre Liebe zu gestehen, oder sich zu irgendwelchen obskuren Traumdeutungen hinreißen lassen. Es ist jedem klar, dass im nächsten Augenblick etwas ganz unbeschreibliches passiert – außer den Schauspielern. Unter Zuhilfnahme sämtlicher kinematografischer Kniffe, aufwendigster Technik und vielfach ausgezeichneter Expertise des Regisseurs wird leider nur völlig vorhersehbare Scheiße erzeugt. read more …
Zeitschlaufe
Beim Durchsehen alten Schreibkrams fielen mir heute ein paar handgeschriebene Seiten in die Hand, von denen ich nicht mal mehr wußte, daß sie noch existieren. Auch den Inhalt hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Es ist so lange her…
Das überraschende daran ist, daß ich in diesem Text von 1972 über Dinge fabuliere, die mich vierzig Jahre später immer noch beschäftigen: Dunkelheit, Licht, Leere, Wahrheit, Realität vs. Irrationalität, Nähe, Mitmenschen, Freunde, Zeit…
Obwohl es kein besonders prosaischer Text ist, möchte ich ihn als Zeitdokument hier dennoch festhalten.
subversive Filme.
Seit drei Minuten ist subvers.de auch auf YouTube zu sehen:
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In Freundschaft.
Es ist bald Weihnachten – ich bin genervt. Es ist die Zeit in der sich Leute beschenken, weil es Zeit ist für Geschenke. Wie es allen dabei geht, wie absurd Gefühle, das Drumherum, die Zooveranstaltung inzwischen ist, ist dabei komplett unerheblich.
»Tun wir’s wenigstens für die Kinder.« read more …
Wider dem Vergessen
Mein Vater hat Demenz. Das wurde vor drei Jahren festgestellt und in diesem Jahr nun ist die Krankheit deutlich vorangeschritten.
13 Stunden.
Ich hatte große Schwierigkeiten den Besucher zuzulassen, anzunehmen. Das Verdammtsein zum Nichtstun hinzunehmen, den Besetzungszustand mit guter Erziehung wegzulächeln. Das meiste würde vorherzusehen sein. Es müßten deutliche Kompromisse gemacht werden. Allein die Vorstellung davon stach mir Luft mit dem groben Messer ab. Es nahm mir Freiheit und Zeit zum Denken bevor alles gedacht werden konnte. Es wurde trotzdem gedacht. Und es wurde trotzdem gelacht.
Und dann kam der Tag als endlich gesprochen wurde. Es war eben nicht vorherzusehen und kam unaufhaltsam. read more …
Buchstäblich offen
Ein ganz normaler Vorgang: man liest in einem Buch, findet es hochinteressant, spannend, amüsant, spaßig und es macht Freude dadrin zu lesen über viele Tage, Wochen…
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When I cannot …
I cannot switch on the lights in my bedroom. read more …