Daniela.

Heute traf ich Daniela. Ich weiß nicht genau wie oft schon – sie ist schüchtern. Ich sitze beim Kunden und Daniela kommt herein. Ich bin freundlich gestimmt, offenherzig. Daniela ist klapprig: 50 Kilo, 80 Jahre und hat keine Schneidezähne, also Durchzug. Seit ich beim neuen Kunden sitze lasse ich Leute herein, in Erwartung von Umsatz. Der Auftraggeber versucht sich umständlich im Abstandhalten, das Elend größter Verzweiflung ist ihm unangenehm und auch sonst anzusehen, obwohl er in seiner neuen Lederjacke komplett isoliert und gar nicht beteiligt ist. Offenbar sind ihm Menschen ohne Gucci-Klamotten und ohne iPhone peinlich. read more … →

Die Wand

Zur Zeit lese ich wiederholt den Roman »Die Wand« von Marlen Haushofer (1920 – 1970), den sie 1963 schrieb.
Das erste Mal las ich ihn vor etwa sieben Jahren und war nachhaltig beeindruckt von der sehr ruhigen, bedächtigen, zugleich zutiefst verstörenden Erzählung.
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Schulterschluß mit Tätowierten.

Es muß 1976 oder 1977 gewesen sein – denn ’77 war er schon tot, mein Großonkel. Onkel Bernhard. Er hatte seinen Arsch fünfzig Jahre für nichts zusammengedrückt und es war kein Diamant daraus geworden. read more … →