Ohne Charme

Ein Oktobertag, der wie November daher kommt und seltsamste Empfindungen auslöst mit seiner trüben Sicht, seinem grauen Himmel und dem stetigen Regen, der nicht erfrischt sondern einem den kalten Schauer durch den Körper jagt. Schwer liegt der Mut, eigentlich mutlos, auf dem Gemüt.

Die Dinge des Alltags müssen dennoch gemacht werden und so begibt sich der Körper hinaus ins trostlose, triste Treiben der Stadt.

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Quote of the day ›so allein will ich das Gute‹

»Besser tätest Du, zu sagen: „unaussprechbar ist und namenlos, was meiner Seele Qual und Süße macht und auch noch der Hunger meiner Eingeweide ist“.
Deine Tugend sei zu hoch für die Vertraulichkeit der Namen: und mußt Du von ihr reden, so schäme Dich nicht von ihr zu stammeln.
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Wozu also noch reden?

Heute ergab sich eine günstige Wendung des Schicksals, als mir einige Dinge zugefallen sind, die aktuell einige Fragen meines Lebens beantworten. Das sind Dinge, nach denen ich nicht ausdrücklich gefragt habe, nach deren Auflösung ich mich jedoch sehne, die mir aus diesem reichhaltigen Schatz der Erklärungsversuche der Menschheit, an denen ich mich durchaus beteilige – ohne zu betteln und ohne auf die Beantwortung zu drängen -, von irgendwoher eine Antwort zufallen läßt.

Das bezog sich auf die Beantwortung der Frage: Warum ich mich mit diesen Leute abgebe, an deren Geistesfähigkeit ich zweifeln muß, wo ich wirklich mit mir hadern muß, wieso ich mich damit noch auseinandersetze, mich befasse, und mich wieder und wieder – und zwar mittlerweile jedesmal – an deren Stumpfsinnigkeit reibe? read more … →

Report eines Selbsttests

Einer Anregung folgend startete ich am letzten Samstag einen Selbsttest: jeden Morgen auf nüchternem Magen einen Schnaps trinken. Soll Leib und Seele zusammenhalten …

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Drei Kurven

Auf die Frage wie es mir geht, antwortete ich: In dieser Woche nicht so gut …

Daraufhin der Fragesteller: Hast du deinen Bio-Rhythmus schon gecheckt?

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Freudenhaus- bzw. Geburtstag.

So, morgen ist also mein sogenannter Freudentag. Ich habe allerdings seit einigen Jahren schon das ganze auf ein erträgliches Level einfach zurückgeführt, zurückgedrängt. Nämlich nicht irgendwelche bizarr-absurden Pseudorituale einer gescheiterten Zivilisation aufzuführen, mich an meinem eigenen Tag Dingen unterwerfen zu müssen, die mir nicht ähnlich sehen, an denen ich keinen Spaß habe und die es mir verleiden – jedenfalls so wie ich es möchte – im Mittelpunkt zu stehen. read more … →

Quote of the day ›Philosophie im Wandel‹

Philosophie im Wandel der Zeit:

„Dubito ergo sum.“
(Ich zweifle, also bin ich.)
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Der nützliche Idiot

Jahrzehntelang hatte der nützliche Idiot seinen Dienst vollbracht, aufopferungsvoll, pflichtbewußt, treu. Gleichzeitig naiv und blauäugig hoffend, daß es ihm eines Tages gedankt wird, anerkannt wird und sich bezahlt macht.

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Asche auf mein Haupt.

Ich hatte ja gestern den Film gesehen, den (vor-)letzten Angelopoulos-Film „Dust of Time“ („Trilogia II: I skoni tou hronou“, 2008). Habe dabei den Fehler gemacht, diesen zuerst in der deutschen Synchronisation mir zuzuführen um nach kürzester Zeit dann festzustellen, dass diese Synchronfassung unheimlich schlecht ist, unheimlich hölzern wirkt, also spröde und ungelenk und unglaubwürdig. Dazu Dialoge, die ablaufen wie überhaupt niemand in der Welt spricht.

Ich schaltete deshalb mitten im Film um — ich war schon genervt — auf die andere Sprachversion, nämlich Englisch oder eigentlich die internationale Version, in welcher der Film ursprünglich gedreht worden war. Es wurde nicht besser, denn ich stellte nur fest, dass die Sprache in den Hauptdialogen, neben vereinzelten Sentenzen, unheimlich flach war, unheimlich seicht war, wenig ausgefeilt, unausgereift. Die Sätze zusammenhanglos, belanglos, dahingesprochen. read more … →