13 Stunden.

Ich hatte große Schwierigkeiten den Besucher zuzulassen, anzunehmen. Das Verdammtsein zum Nichtstun hinzunehmen, den Besetzungszustand mit guter Erziehung wegzulächeln. Das meiste würde vorherzusehen sein. Es müßten deutliche Kompromisse gemacht werden. Allein die Vorstellung davon stach mir Luft mit dem groben Messer ab. Es nahm mir Freiheit und Zeit zum Denken bevor alles gedacht werden konnte. Es wurde trotzdem gedacht. Und es wurde trotzdem gelacht.

Und dann kam der Tag als endlich gesprochen wurde. Es war eben nicht vorherzusehen und kam unaufhaltsam. read more … →

Temperamentenlehre.

Nach Hippokrates von Kós gibt es die folgende Viersäftelehre, die Temperamente: Cholerisch (gelbe Galle), sanguinisch (Blut), melancholisch (schwarze Galle) und phlegmatisch (Schleim).
Nach einigen Betrachtungen zu diesem Thema, bin ich überzeugt dass jede lebendige Person alle Temperamente in sich vereint. Zum einen für alle möglichen Situationen/Stimmungen einen bestimmten Modus, ein vorherrschendes Motiv, eine Haupt-Überzeugung/Neigung. Zum anderen als Charakter, als Wesenszug. Etwas, das das Menscheninnere, die Persönlichkeit sogar rücksichtslos dominiert und andere Eindrücke und Schwingungen unterwirft und im Kontakt mit der Außenwelt sogar alle Protagonisten anderer Gesinnung vor Gott nicht ertragen kann. read more … →

Objektiv vs. Subjektiv

Als ich mich vor einigen Tagen in einem Video sah, das ein Freund von uns während eines Gesprächs gemacht hatte, war mir als schaue ich einer Fremden zu. Zugegeben gibt es sonst kaum Filmaufnahmen von mir, außer wenige Super8 Filmchen aus der Kindheit. Es ist lange her und die existieren wohl auch nicht mehr. Das hatte eher was von: als die Bilder laufen lernten – wenn der Vati die tolle neue Kamera ausprobiert…

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Wenn ich dem Telefon …

… mein Leben beschreibe. Es ist soweit: ich rede mit mir selbst. Mangels ernstzunehmenden Gesprächspartnern rede ich mit mir selbst – ich will jemand der mir etwas sagen kann, dessen Wort Gewicht hat. Dessen Wort ich stehenlassen, ich ertragen kann, in jedem Aggregatzustand, zu jeder Unpäßlichkeit. Jemand, der kein Blatt vor den Mund nimmt, jemand, der mich nicht unnötig zu trösten versucht. Jemand, der meine verschissene Sprache spricht. Jemand, der nicht doof reinsabbelt, in den Quelltext. Wenigstens jemand, der keine Scheißideen hat wenn ich rede, die augenblicklich soviel größer sein wollen als alles was ich sagen, alles was ich ausdrücken kann. read more … →

Wenn Bielefelder …

… Werbeagenturen meinen Kopf implodieren lassen. Bielefelder Werbeagentur ist per se ein Anachronismus. Wie kann etwas existieren, dass vor Gott nicht bestehen kann? Keiner weiß es. Offenbar war der Kunde verpeilt genug, um dort anzufragen. Es kamen fünfzehn ungeschliffene bis lächerliche Entwürfe, die keines zweiten Blickes würdig waren. read more … →

Überfluß

Wir leben in einer Überflußgesellschaft.

Alles existiert im Überfluß: Lebensmittel, Autos, Häuser, Hühnerfarmen, Sexshops, Billigflüge, Niedriglohnarbeit… woanders Armut und Hunger und Elend.

Was uns zu viel wird, wird weggeworfen – egal ob noch verwertbar, genießbar oder nicht. Immer weg damit, wir haben ja genug davon.

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The things you do …

… im Vorbeigehen. Es wundert mich immer wieder, wie Menschen, denen ich das Vertrauen geschenkt habe noch an irgendetwas zweifeln können. Wir alle haben irgendeinen Vorzug – klar kann den nicht jeder sehen und anerkennen, aber es gibt Menschen da draußen, die sehen das. Unweigerlich. Natürlich ist mir auch das andere nicht fremd. Jedoch ist der Zauber viel größer, etwas zu sein, statt nur etwas zu scheinen. Plötzlich an irgendeiner Adresse in der Welt angenommen zu sein, trotz mißlicher B-Noten, die allerorten nur als Lustwurf durchgehen. Der Zauber liegt wahrhaftig im Erstabzug, in der Prägnanz, in der Tiefe des ersten Eindrucks und der nachfolgenden. Auf das was zu wechseln ist nach der ersten Nachfrage, wenn überhaupt eine zweite Nachfrage nur erwogen wird. read more … →